Hofmaenner Racing


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09 Anzere

2009

Bergrennen Ayent - Anzere

Streckenkenntnis

Streckenkenntnis
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Je schneller ein Fahrzeug, desto wichtiger wird die genaue Kenntnis der Strecke und zwar der exakten Einlenkpunkte und der Scheitelpunkte. 1979 mit einem Golf GTI Gruppe 1 war es kein Problem die meisten Kurven mit Vollgas zu fahren. Mit dem EVO werden leichte Kurven plötzlich zu richtigen Kurven, in denen man entweder Zeit verliert oder abfliegt, wenn die Linie nicht stimmt.

Viel Platz im Fahrerlager bei einer Anreise am Freitagnachmittag ist offensichtlich eine Illusion. Ein seit letztem Jahr gestatteter Parkplatz bot dann in diesem Jahr noch einen prima Platz für Camper und EVO. Asphaltiert, neben einem Restaurant : perfekt.

Da die AVON Slicks schon sehr abgefahren waren, montierte ich wieder die vermutlich etwas langsameren aber noch guten Pirellis. Da ich das Auto nun bestimmt näher an der Grenze bewegte, wollte ich vor dem Kauf neuer Reifen noch einmal einen Vergleich.

Im Samstagtraining verbesserte ich mich kontinuierlich von 2.08 über 2.03 auf 1.59 und hatte bei immer mehr Kurven das Gefühl, die richtige Linie zu kennen.

Die Radarmessung im Uebergang von einer Rechts- in eine Linkskurve gab mir allerdings zu denken. Mit 140 km/h war ich deutlich langsamer als die meisten Konkurrenten : Hulmann 154, Lovis 149, Laubscher 158, Jenni 154, Ianniello 161, Nicolas 162, Schori 164. Auch die Lokalmatadoren aus Ayent waren mit 159 (Métral) und 152 (Juillard) um einiges „mutiger“ als ich. Muller mit dem Gruppe N Subaru wurde mit 145 gemessen, May mit dem Gruppe A EVO mit 153 und bei den Regionalen erzielten Halter 151und von Wyl 132 mit ihren EVOs.

Der schnellste Clio-Cupfahrer wurde mit 148 km/h gemessen.

Es war klar, dass man dort schneller fahren konnte. Ich besichtigte am Samstagabend die Strecke per Velo und nahm besonders die Kurvenkombination beim Radar unter die Lupe. René Laubscher bestätigte mir den wichtigen Scheitelpunkt (Baum) der Rechtskurve für die optimale Linie in der darauf folgenden Linkskurve.

Der erste Rennlauf am Sonntagmorgen missriet völlig. Mit mehreren Fehlern und unnötigen Lupfern und Bremsern verfehlte ich die Trainingszeit um gut 2 Sekunden. Einziger positiver Punkt waren die 151 km/h bei der Radarmessung. Damit war ich nur knapp langsamer als die meisten Konkurrenten mit Ausnahme der superschnellen Laubscher und Ianniello mit 165 und Schori mit sensationellen 174 km/h. René Laubscher verlor nur ca. eine Sekunde auf die bedeutend stärkeren Fahrzeuge von Ianniello und Schori und erreichte mit 1.47.84 eine unglaubliche Zeit. Der zweite Rennlauf gelang deutlich besser und nach der Zieldurchfahrt sah ich zufriedenstellende 1.57.71. Mit meinem Auto mussten aber für mich 1.54 (für einen Topfahrer etwa 1.51) möglich sein. Mit zunehmender Temperatur wurden Zeitverbesserungen schwierig. Der dritte Rennlauf begann miserabel. Ein völlig missglückter Start kostete garantiert 1-2 Sekunden. Nachher lief es besser und die Radarmessung von 157 km/h war erfreulich. Nur Laubscher (158), Schori (171) und Ianniello (174) waren von den 18 Startern in dieser Klasse in diesem Rennlauf schneller. Mit einer Zeit von 1.57.33 erreichte ich zwar mein Ziel nicht, konnte aber wenigstens noch Lovis (Subaru) und Wüthrich(Golf Turbo) überholen. Der schnellste Cliocup-Fahrer erreichte 148 km/h und bei den Regionalen fuhr Joe Halter mit 151 km/h die schnellste Zeit, von Wyl blieb bei bescheidenen 133 km/h.

Die guten 157 km/h beweisen, dass mein Auto sowohl von der Leistung(mit Ausnahme der absoluten Topautos) als auch vom Fahrwerk her konkurrenzfähig ist und dass ich bei genauer Kenntnis der Ideallinie und etwas Training bessere Resultate erzielen kann.

Alle Informationen zu Resultaten und Radarmessungen auf www.ayent-anzere.ch

Beim nächsten Rennen St.Ursanne – les Rangiers wird es nicht besser….Noch längere und schnellere Kurvenkombinationen werden auch dort erbarmungslos zeigen, wer die Strecke genau kennt und wer nicht.



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