Hofmaenner Racing


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09 St-Denis

2009

Bergrennen Chatel St Denis - Les Paccots


Die Frage war nicht ob, sondern wann es regnet


Trotz Trainingsbeginn erst am Samstagnachmittag reisten die meisten Fahrer auch hier bereits am Freitag an. Die Platzverhältnisse auf dem Areal der Sägerei Samvaz waren grosszügig und der Platz, den ich für Mächler, Schnellmann und mich reservieren konnte, ideal. Es war sogar genügend Raum, dass wir ohne anderen Platz wegzunehmen, die Anhänger dabehalten konnten (der offizielle Anhängerparkplatz war fast 2 km weit weg).

Nach dem alljährlichen Alpabzug am Samstagvormittag mussten die Putzmaschinen und Equipen wieder einen Sondereinsatz leisten, da die mit Glocken und Sträussen geschmückten Rindviecher genüsslich die Bergrennstrecke „verpflasterten“.

Den ersten Trainingslauf ging ich wie immer eher vorsichtig an. Die Linie durch die schnellen Kurven muss im 5. Gang und annähernd 200 km/h wirklich stimmen. Der zweite Trainingslauf bot dann zum ersten Mal in diesem Jahr Gelegenheit, die Regenrennreifen zu montieren, der vorgesehene dritte Lauf fiel den Verspätungen zum Opfer. Beim grossen Fondueessen im Festzelt wurde bekanntgegeben, dass am nächsten Morgen unser dritter Trainingslauf zuerst nachgeholt würde, mit Start um 07:30. Da die Strassen im Dorf nahezu trocken waren und vor mir etwa 60 Autos starteten, beschloss ich, wieder die Slicks zu montieren. Auf den Abschnitten im Wald war es noch nass und sehr rutschig. Der vierte Trainingslauf fand dann endlich auf trockener Strecke statt und ich war mit 2:17 ziemlich zufrieden. Der geplante fünfte Lauf fiel dann wie befürchtet aus.

Der erste von drei geplanten Rennläufen konnte bei idealen Bedingungen gestartet werden.

Die Idee mitten in der Startkurve in den dritten Gang hochzuschalten erwies sich als klarer Fehler. Auf die als Leitplanken installierten Baumstämme zurutschend musste ich vom Gas und konnte glücklicherweise einen Aufprall knapp verhindern. In den zweiten Gang zurückschalten und versuchen möglichst fehlerlos die restlichen 98 % der Strecke zurückzulegen war die Devise. Der Rest des Laufes gelang gut und in Anbetracht der unten verlorenen Zeit (laut René Laubscher sicher gegen 2 Sekunden) war die Schlusszeit von 2:16:20 ok.

Der Himmel wurde immer dunkler und bei der Anfahrt zum Start für den zweiten Lauf öffnete der Himmel seine Schleusen. Umdrehen und bei Regen (glücklicherweise einigermassen unter dem Zelt) die Räder wechseln und dann wieder zum Start hetzen.

Die ersten zwei Drittel der Strecke fuhr ich im Regen recht vorsichtig und war froh, dass wenigstens der obere Teil noch trocken war. Die Zeit von 2:26 war nicht gerade berauschend, aber das Auto war immer noch ganz. Nicolas (Escort Cosworth) mit 2:15 und Hulman (Mazda) mit 2:16 fuhren Zeiten in der Nähe der schnellsten Rennwagen !

Erst nach 17 Uhr konnten wir die Talfahrt antreten. In Anbetracht der Wichtigkeit des Rennens für die Rennwagen, bei welchen noch drei Fahrer Schweizermeister werden konnten, wurden diese vorgezogen. Zuerst fuhren aber noch die regionalen Fahrer ihren dritten Rennlauf, was in Anbetracht der Verspätung und des Wetters eine kapitale Fehlentscheidung der Rennleitung darstellte. Das Risiko, wegen möglichen weiteren Zwischenfällen auf der nassen Strecke den dritten Rennlauf nicht mehr durchführen zu können und so eventuell die Rennwagenmeisterschaft zu beeinflussen war gross. Die Rennwagen konnten zwar ihren Lauf bei stärker werdendem Regen noch absolvieren, sowohl Balmer (nach dem Ziel) und Kindler beschädigten aber ihre Boliden nachhaltig. Wegen diesen Zwischenfällen und dem obligatorischen kurzen Oeffnen der Strasse für talfahrende Fahrzeuge verzögerte sich unser Start immer mehr. Um 18:40 wurde uns die Wahl zwischen einem 3. Rennlauf und Parc fermé in Les Paccots oder einem Verzicht und einem Parc fermé im Fahrerlager offeriert.
Da beim inzwischen noch stärker gewordenen Regen eine Zeitverbesserung nicht möglich war, verzichtete ich mit einem Dutzend weiterer Fahrer auf die Fahrt und das Risiko, das Fahrzeug eventuell sinnlos zu beschädigen.

Der 5. Rang von 12 Teilnehmern ist zwar ein positives Resultat, aber eine mögliche Zeit um 2:14 bei trockenen Bedingungen wäre schön gewesen.

Mitte Oktober findet hoffentlich der Super Bergslalom auf der Arlberg-Passstrasse statt und am 23./24. Oktober will ich am Nürburgring (GP-Kurs) herausfinden, ob ich konditionell noch 30 minütige Rundrennen verkraften und schnell genug fahren kann.

www.spezial-tourenwagen-trophy.de



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