Hofmaenner Racing


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AVD Nürburgring

2010

AVD Race Weekend Nürburgring


Nach einer längeren Anfahrt mit zwei Zwischenstopps :

Hofheim bei Frankfurt : Kauf von 4 ATS DTM Felgen 9.5-18 mit 90% Yokohama Slicks
Ochsendung bei Mayen : Kauf von 4 Dunlop Bergslicks
erreichte ich am Freitagabend den Nürburgring. Entsprechend dem Rennprogramm war das Fahrerlager praktisch vollbesetzt. Der Samstag bot Gelegenheit spannende Trainings und Rennen zu beobachten. Schweizersieg bei den DMV Tourenwagen Challenge : Edi Kamm gewann vor Jürg Aeberhard mit dem neu aufgebauten Porsche GT2.
Am Abend kurz vor 18 Uhr hatten wir dann noch ein freies Training. Die Strecke, welche aus Zeitmangel den ganzen Tag über nie gereinigt worden war, glich neben der Ideallinie eher einer Kiesstrasse. Mit über 40 Fahrzeugen, darunter etwa 20 Porsche Cup und einigen Sportwagen, war es eine Kunst, eine einigermassen freie Runde zu erwischen, ohne beim Platz machen die Reifen mit Kies vollzufahren. Mit der Zeit von 2.22.016 war ich zwar nicht ganz zufrieden, lag aber immerhin 1/10 Sekunde vor Fischer mit dem BMW M3 und ganze 4 ½ Sekunden vor Pierre Bonhôte mit dem EVO 7. Duscher mit dem bärenstarken Audi 80 Turbo war unerreichbar und lag mit 2:13.545 mitten in den Porsches.

Für das Qualifying und das Rennen am Sonntag wollte ich die neuen Felgen mit den Yokohama Slicks montieren. „Die Felgen passen garantiert“ hatte mir der Verkäufer (EVO Spezialist) versichert ! Mit den gelieferten Zwischenplatten standen aber die Reifen an den Federn an, die Einpresstiefe stimmte um ca. 1 cm nicht. Noch einmal neue Reifen kaufen oder mit den ziemlich abgefahrenen Michelin das Training und das Rennen (über 1 Stunde reine Fahrzeit) fahren ? Da die Chance auf Regen recht gross war, verzichtete ich auf einen zusätzlichen Kauf.

Am Sonntag um 08:00 starteten wir zum Qualifying. Leichter Regen hatte alle Fahrer überzeugt, dass Slicks keine gute Wahl war. Die Topleute hatten Intermediates, die Anderen fuhren Regenrennreifen. Die über Nacht gereinigte Strecke war frei von Kies, und trotz recht vorsichtiger Fahrweise erreichte ich eine gute Zeit. Zwar immer noch 5 Sekunden hinter Duscher war ich doch 2 Sekunden schneller als der BMW und 4 ½ Sekunden vor Bonhôte. Für ein Regenrennen durfte ich auf einen zweiten Klassenrang hoffen…….falls die nach dem Schaden von Bresse vorläufig (Liefertermin) als Ersatz montierte und

nicht heizbare Frontscheibe nicht anlief…?

Der Start zum 100 Meilenrennen , für uns mit obligatorischem Boxenstopp von mindestens 20 Minuten zwischen 20. und 60.

Minute klappte recht gut. Leider hatte der vor mir fahrende Konkurrent am Schluss der Einführungsrunde den Kontakt nach vorne etwas abreissen lassen, so dass zwischen den weiter vorne Startenden und uns eine Lücke entstand. Meine Befürchtungen über den Zustand der Reifen waren nicht ohne Grund gewesen. Schon nach wenigen Runden zeigte starkes Untersteuern, dass eine schonende Fahrweise angebracht war, um nach über einer Stunde Fahrzeit ins Ziel zu kommen.

Fischer mit dem BMW M3 und neuen Reifen fuhr sehr stark und überholte mich problemlos. Seine schnellste Rundenzeit von 2:17.448 hätte ich vermutlich sowieso nicht erreichen können. Da Bonhôte mit dem EVO 7 deutlich zurücklag und nicht näher kam, konzentrierte ich mich auf sauberes Fahren und den sicheren 3. Rang in der Klasse. Mit dem drohenden Regen schoben die meisten Fahrer den Boxenstopp möglichst lange hinaus, um auf trockener Strecke möglichst viele Runden zu fahren. Die vorgeschriebene Dauer von 20 Minuten hätte gereicht um auf Regenreifen zu wechseln…..Mit der Hoffnung, dass es noch 20-30 Minuten trocken bleibt, fuhr ich wieder los, um die letzten 25 Minuten zu fahren. Genau in diesem Moment begann es leicht zu tröpfeln ! Schon nach einer halben Runde war aus dem Tröpfeln Regen geworden, der immer stärker wurde. Mit Aquaplaning schon bei 80 km/h und anlaufender Windschutzscheibe war der Entscheid leicht : Am Streckenrand langsam, mit eingeschaltetem Blinker und dem Blick im noch klaren Aussenrückspiegel zurück in die Boxengasse.

Reifen wechseln machte nicht mehr viel Sinn, da die eingeschränkte Sicht nach vorne und hinten viel zu gefährlich war.

Als der Regen einige Minuten vor Rennende nachliess, fuhr ich noch einmal auf die Strecke. Vorsichtig und ohne die teilweise sehr schnellen Fahrzeuge zu behindern, wollte ich eine letzte Runde fahren. Da der Führende einige Sekunden vor Ablauf der 80 Minuten das Ziel passierte, dauerte das Rennen noch eine Runde länger. Die Sonne kam heraus und es war klar, dass die Ideallinie schon in kurzer Zeit abtrocknen würde. Mit der nachlassenden Feuchtigkeit blieben nun auch die Frontscheibe und die Rückspiegel klar. Immerhin hatte ich so das Ziel in Wertung erreicht mit 75% zurückgelegten Runden des Klassensiegers. Meine schnellste Runde zu Beginn des Rennens von 2:21.648 war 3 ½ Sekunden schneller als die des Markenkonkurrenten Bonhôte.

Zwei Fotos vom Rennen folgen bald.

Erfolg : Auto ganz, über 200 meist schöne Rennkilometer und eine lange unfallfreie Rückfahrt in die Schweiz.

Am 8. Mai folgt der Slalom Interlaken gegen starke Mitsubishi Konkurrenz, am 22. Mai Slalom Saanen.

Das nächste Rundrennen der STT wird wieder im Rahmen eines AvD Race Weekends mit vielen spannenden Rennklassen vom 18. – 20. Juni in Hockenheim stattfinden.



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