Hofmaenner Racing


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Oberhallau

2010

Bergrennen Oberhallau

Oberhallau Es geht doch !

In der Woche vor dem Rennen wurde bei Bemani der Motor neu abgestimmt. Etwas weniger Höchstleistung bei 7800 U/min und dafür mehr Leistung und vor allem mehr Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich versprachen für mich als Hobbyrennfahrer bessere Bedingungen. Das Drehmoment war für die Rundstreckenrennen absichtlich beschränkt worden, um Getriebe und Antriebswellen nicht zu stark zu beanspruchen.

Frisch gewaschen und die Karbonfarbige Front mit roter und weisser Folie beklebt gefiel mir der EVO wieder viel besser.

Auch in Oberhallau hatte es nur noch auf der Wiese Platz, dafür aber genügend. Die Stimmung im Dorf ist nur mit Reitnau zu vergleichen und äusserst sympathisch.

Die vorhergesagten Regenschauer fanden ausserhalb von Oberhallau statt, die Strecke blieb den ganzen Tag trocken.

Nach dem zweiten Trainingslauf war ich immerhin schon etwas schneller als im letzten Jahr und lag an vierter Stelle der zehn Klassenkonkurrenten. Mein Ziel Halter und Wüthrich zu schlagen schien realistisch. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass ich nur eine halbe Sekunde langsamer war als Hulman und schneller als Neff und Marti.

Im dritten Trainingslauf verbesserte ich mich noch um zwei Zehntelssekunden, obwohl einige Fehler Zeit kosteten. Immer noch knapp hinter Hulman aber vor Neff und Marti liessen auf ein gutes Resultat hoffen. Auch Schnellmann war nur einige Hunderstelsekunden schneller als ich.

In der Nacht regnete es zwar, doch bis am Morgen sah es wieder gut aus. Nach den schlechten Erfahrungen im letzten Jahr, Training bei warmem Wetter und dann am frühen Sonntagmorgen etliche Abflüge auf dem kalten und bedeutend weniger griffigen Asphalt hatten sich die Organisatoren entschlossen, vor der Predigt ein freiwilliges ungezeitetes Training zu offerieren. Die meisten Fahrer ergriffen die Gelegenheit, auch ich entschied mich vor allem die schnellen Kurven noch genau anzuschauen. Die Zeiten wurden dann trotzdem gemessen und verteilt, waren aber für die meisten Fahrer ohne grosse Bedeutung.

Der erste Rennlauf gelang gut und ich freute mich auf eine 1.28er Zeit. Am Ziel erzählte mir dann Reindl, der sich gegenüber dem Training stark gesteigert hatte, ich sei 1:32 gefahren….“Willst du mich verarschen ?“ fragte ich ungläubig. Er korrigierte sich dann und erklärte der Seat vor mir habe 1:32 gefahren, meine Zeit sei 1:30.54.

Manchmal täuscht das Gefühl, aber da ich in den schnellen Streckenteilen früher in den fünften Gang schalten konnte und mir keiner grösseren Fehler bewusst war, begriff ich die „Welt“ nicht mehr und war dementsprechend enttäuscht. 6. Rang hinter Reindl und Wüthrich waren definitiv nicht mein Tagesziel und ich überlegte, was ich ändern konnte. Marti hatte sich wie schon in Anzere stark verbessert und fuhr 1:28.48, Neff 1:28.68 und Hulman schockte wieder einmal mit 1:26.22. Ich war bisher im zweiten Gang sicher sehenswert durch die Tarzankurve gefahren, musste dann aber am Kurvenausgang sofort den dritten Gang einlegen.

Ich entschloss mich, an drei Stellen einen Gang höher zu fahren : Reservoir im vierten, Tarzankurve im dritten und die „Ecke“ zuoberst im zweiten Gang.

Gefühlsmässig etwas niedertourig, aber mit mindestens gleicher Geschwindigkeit vor dem nächsten Bremspunkt zahlte sich aus : 1:28.88 und wieder 5. in der Addition nur noch eine Hunderstelsekunde hinter Reindl. Die vielen Zwischenfälle liessen befürchten, dass wie im letzten Jahr der dritte Lauf abgesagt werde. Glücklicherweise lief es einigermassen und mit fast zwei Stunden Verspätung konnten wir starten. Bis nach der letzten Kurve lief es gut… was ich überlegte als vor dem Ziel der Motor im dritten Gang sicher drei Sekunden am Begrenzer stotterte weiss ich nicht…..Die Zeit erfuhr ich erst vor der Preisverteilung. Mit 1:28.38 war ich klar schneller als Reindl und wieder auf dem preisberechtigten 4. Platz. In der Addition nur 7/100stel hinter Marti und 16/100stel langsamer als Neff bieten doch Grund zu Optimismus, mit dem dritten Lauf war ich auch schneller als die beste Laufzeit der beiden bis dahin deutlich schnelleren Konkurrenten.

Die Motorcharakteristik liegt mir sicher besser und mit zunehmendem Vertrauen in das Auto sollten weitere Verbesserungen möglich sein. Ich hatte in Oberhallau erstmals am Berg das Gefühl, dass das Auto in den Kurven“lebt“ und nicht nur „durchgerollt“ wird.

Ausführliche Bilder von Denise Steinmann folgen hoffentlich bald, ich freue mich auf nächstes Wochenende am Gurnigel bei voraussichtlich guten Wetterverhältnissen.

Das 100 Jahr Jubiläum am Gurnigel bietet bestimmt sehenswerten Sport.






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