Hofmaenner Racing


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St-Ursanne

2010

Bergrennen Les Rangiers - St Ursanne

St.Ursanne – Les Rangiers Nass und traurig

Der Wetterbericht versprach nichts Gutes für das Wochenende. Unser Wagenpark wieder auf der nun wegen beginnender Bauarbeiten für mehrere Mehrfamilienhäuser etwas kleineren Wiese. Zu denken gab vor allem die Tatsache, dass nur noch eine Einfahrt/Ausfahrt bestand. Angesichts der Erinnerungen an 2005, als mit Traktoren sämtliche Camper und Anhänger aus der Wiese gezogen werden mussten, waren die meisten Fahrer eher nachdenklich.

Der erste Trainingslauf am Samstagmorgen war trocken. Ich versuchte vor allem mir die Markierungen der Einlenkpunkte an den Leitplanken zu merken und fuhr relativ verhalten (2:33). Am Mittag begann dann der erste Regen und es hiess : Räder wechseln. In der Wiese ohne geeignete Ausrüstung nicht ganz einfach, der Wagenheber sollte sich mit zunehmendem Anheben des Fahrzeuges bewegen können. Die Auffahrschiene des Anhängers funktionierte einigermassen zu diesem Zweck, aber vermutlich wäre ein ca 60x30cm grosses Blech besser geeignet. Mit dem nötigen Respekt fuhr ich den schnellen Streckenteil im Wald und ging dann in den Kehren näher an die Grenze (2:44). Der Regen hörte auf, die Strecke begann abzutrocknen. Ich wechselte wieder auf Slicks und hatte angesichts der beim Start trockenen Strasse ein gutes Gefühl. Die erfahrenen Konkurrenten verliessen sich teilweise auf Regenrennreifen oder Intermediates. Ihre Annahme, dass es im Wald noch nass sei, erwies sich als richtig. Ohne grosse Risiken einzugehen erreichte ich das Ziel (2:36).

In der Nacht auf Sonntag regnete es dann pausenlos und teilweise heftig. Die Vorstellung wieder Räder zu wechseln und den ganzen Tag vorwiegend mit Warten in der nassen Kälte zu verbringen, begeisterte mich nicht. Da schon die ersten Autos kaum oder gar nicht mehr durch die aufgeweichte Wiese zur Strasse hinaufkamen, war mein Entschluss rasch gefasst. Die Aussicht auf ein Ende des Rennens am Abend und nachher stundenlanges Warten bis man an der Reihe war, von einem Traktor durch den Schlamm aus der Wiese gezogen zu werden, war so deprimierend, dass ich gar nicht startete. Kein Spass im Regen die schnellen Kurven im Wald zu bewältigen und ein vorhersebares Chaos am Abend waren zu negativ.

Leider kam es dann noch schlimmer. Der Europameister von 2008 und mehrfache französische Bergmeister Lionel Regal verunglückte tödlich, nachdem er wegen Aquaplaning die Kontrolle über seinen Rennwagen verlor und mit sicher 200 km/h in einen Baum prallte.

Ich konnte mich um 14:00 auf den Heimweg machen, nachdem ich noch meinen Sohn Thomas getroffen hatte, der extra von Bern angereist war, um das Rennen zu sehen. 5 Autos und dann zwei Stunden später der Rennabbruch waren Alles, was er sehen konnte, aber angesichts des tragischen Unfalles ein völlig unwichtiges Problemchen.

Im nächsten Jahr wird der Wagenpark endlich bei den grossen Fabriken am linken Ufer des Doubs sein, die Traktoren können das Wochenende dann ausruhen.






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