Hofmaenner Racing


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STT Hockenheim

2010

Rundstreckenrennen Hockenheim

Neinnnnnnnnn……..

Nach über 35 Jahren wieder einmal in Hockenheim. Zwischen Basel und Strassburg regnete es teilweise in Strömen, aber gegen Hockenheim zu war das Wetter trocken. Die Strecke über Frankreich bevorzuge ich an Werktagen, da man auf der A5 zwischen Lastzügen eingeklemmt und mit praktisch durchgehendem Ueberholverbot mit Anhängern nicht vorwärtskommt.

Von Einfahrt Motodrom bis zur Zielgeraden wie früher, der Rest der Strecke (GP-Kurs) war für mich neu.

Das freie Training am Samstagabend war recht mühsam : 45 Autos, davon 10 sehr schnelle Sportwagen und gegen 20 Porsches (Cup) machten es schwierig die Strecke kennenzulernen und eine vernünftige Linie zu fahren. Das Resultat war entsprechend enttäuschend. Mit einer Zeit von 2:01 lag ich 2 Sekunden hinter Bonhôte und rund 4 Sekunden hinter dem sehr stark fahrenden Toni Büeler mit einem leistungsmässig unterlegenen EVO 9. Auf den Geraden war ich zu meiner Enttäuschung allerdings kaum schneller als die beiden anderen EVOs.

Am Sonntagmorgen blauer Himmel und gute Verhältnisse für das Qualifying. Wieder das gleiche Problem, eine Runde ohne ständiges Platzmachen zu finden.

Langsam hatte ich das Gefühl, einigermassen Bremspunkte und Linie zu kennen, als beim Anbremsen aus 250 km/h vor der Spitzkehre ein Sportwagen rechts und ein Ferrari links auftauchten. Der Sportwagen bremste klar zu spät und rauschte geradeaus, knapp vor dem vor mir in die Kurve einlenkenden Ferrari. Noch einmal gut gegangen, dachte ich und gab Gas. Vollgas durch die leichte Rechtskurve und 20 Meter hinter dem Ferrari in die enge Linkskurve. Nach leichtem Anbremsen mit etwa 130 km/h in die Rechtskurve und sofort vom Gas, da sich der Ferrari nach einem Schlenker drehte. Da er schön dem linken Pistenrand zustrebte, atmete ich auf und wollte mit gut 10 Metern Platz rechts vorbei. Ob das ABS (falls er das hatte) dreinfunkte, oder der Fahrer angesichts der nun langsamen Geschwindigkeit die Bremse löste……..der Ferrari änderte plötzlich seine Richtung und kam rückwärts in die Pistenmitte, genau in meine „Schusslinie“. Schwarz 6 mussten wir beim Schiessen jeweils zielen und genau so traf ich ihn. Mit sicher mindestens 80 km/h knallte ich in die Fahrertüre. Die Besatzung des Abschleppwagens war zufällig in der ersten Reihe und bestätigte, dass ich absolut keine Chance zum Bremsen oder Ausweichen hatte. Der Aufprall war so heftig, dass die seitliche Strebe des Käfigs beim Ferrari brach ! Da ich auf der anderen Seite der Strecke stand, hatte ich keinen Kontakt mit dem Fahrer. Er stieg zwar selbst aus hatte sich aber offenbar am Knie verletzt.

Das Rennen in der Klasse 3 gewann wie üblich Duscher mit dem Audi 80 Turbo vor dem wie immer stark fahrenden Gaststarter Toni Büeler und Pierre Bonhôte. Fischer mit dem BMW stand aus welchem Grund auch immer eine Minute länger an der Boxe als vorgeschrieben und fiel deshalb hinter Bonhôte auf den vierten Platz zurück.

Reitnau am 27. Juni fällt ganz sicher aus, Hockenheim am 2./3. Juli auch. Ich nehme nicht an, dass in den 1 ½ Wochen alle beschädigten Teile erhältlich und eingebaut sind. Realistisch ist vermutlich ein nächster Einsatz bei Ayent-Anzère am 24./25. Juli. Erst die Demontage wird zeigen, wie gross der Schaden im Motorraum wirklich ist. Beim heftigen Aufprall taten zwar 6-Punktgurt und Hans bei mir ihren Dienst, aber das Auto musste doch eine Menge Energie absorbieren.




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