Hofmaenner Racing


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STT Nürburgring

2010

Nürburgring Westfalen Trophy

Das letzte Rennen der STT Spezial Tourenwagen Trophy 2010 fand wieder auf dem GP Kurs des Nürburgrings statt. Am Freitag konnten drei freie Trainings und die zwei Zeittrainings für die Startaufstellung gefahren werden, am Samstag folgten die beiden Rennen.
Gute 6 Stunden dauerte die Fahrt mit dem Anhänger für die 520 km von Oberarth zum Ring. Ich fuhr wieder über Strassburg - Saarbrücken - Trier, da auf den französischen Autobahnen wenig LKWs unterwegs sind und die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für mein Gespann 130 km/h beträgt.
Wir hatten zuviert eine Box gemietet was bedeutend besseren Komfort und mit der gut dimensionierten Heizung bessere Arbeitsbedingungen bietet. Die Nachttemperaturen draussen sanken jeweils unter den Gefrierpunkt. Mit den Höchsttemperaturen von 6 Grad entschloss ich mich die für Bergrennen doch eher zu harten Dunlop Slicks zu montieren. Die beiden freien Morgentrainings waren ungezeitet und ich versuchte regelmässige saubere Runden zu fahren.
Das erste Zeittraining lief gut, als Gesamtvierzehnter und erster wirklicher Tourenwagen hinter den Porsches, V8 Stars, Viper und BMW Z4 V8 erreichte ich eine Zeit von 2:18.649 und lag damit gut 3/10tel Sekunden vor Wolfgang Fischer mit dem schnellen M3. Pierre Bonhôte war fast 5 Sekunden langsamer, der Audi TT noch mehr. Der Seriensieger Duscher mit dem bärenstarken Audi 80 Turbo hatte technische Probleme.
Im zweiten Zeittraining hatte ich zwar ein gutes Gefühl aber die Rangliste zeigte etwas Anderes : Gesamtsiebzehnter, über eine Sekunde langsamer als vorher und 1 ½ Sekunden hinter dem M3. Da auch die schnellsten Zweiliter knapp vor mir lagen, stand ein interessanter aber nicht allzueinfacher Start bevor. Um eine Chance auf den Sieg zu haben, musste ich bereits in der ersten Kurve am BMW dran sein.
Am Abend fuhr ich noch das dritte freie Training. Um einen Vergleich zu haben und weil ich doch bezweifelte, ob die "weichen" Dunlops auch die beiden Rennläufe noch überstehen würden, montierte ich die Yokohama Rundstreckenslicks. Wenig Grip und mehrere Verbremser mit mehr Rauch als Bremswirkung waren das ernüchternde Resultat.
Das Warm-up am Samstag liess ich bleiben, wechselte auf die Dunlops und nahm meine Startposition in Reihe 7 hinter einem Porsche 935 und einem Rennsportwagen mit M3 Motor und neben einem Porsche GT 3 ein. Mit der (richtigen) Annahme, dass die Ampel bei Start/Ziel bereits auf grün sei, beschleunigte ich voll durch die Zielkurve und bremste die erste Kurve unmittelbar hinter dem 935 an. Karst mit dem schnelleren Porsche GT2 kam zwar auf den Geraden sehr nahe, doch in den Kurven fiel er immer wieder etwas zurück. Fischer mit dem BMW lag bereits etwas zurück und ich konnte ohne grosse Zweikämpfe sauber fahren. Nach etwa 2/3 des Rennens sah ich im Rückspiegel , dass sich Fischer und Karst einen heftigen Kampf lieferten und hoffte, dass sich der Porsche möglichst lange behaupten konnte. Nach vierzehn Runden und fast 33 Minuten überquerte ich die Ziellinie mit 2 Sekunden Vorsprung auf den stark aufkommenden M3. Erster Sieg in dieser Saison nachdem ich im Vorjahr hier schon ein Rennen gewonnen hatte, allerdings war die Konkurrenz diesmal stärker.
Die Reifen hatten noch ein wenig "Profil" und ich entschloss mich, das zweite Rennen auch noch mit den Dunlops zu riskieren. In der Einführungsrunde drängte sich der zweite M3, der in der Startaufstellung neben (hinter) mir stand an mir und dem Opel Astra von Thissen vorbei. Mit Lichthupe und Ausbremsmanövern gelang es mir im dritten Versuch den BMW zu passieren. Der Start gelang wieder gut, den in den Kurven hervorragend liegenden Renn-Astra überholte ich auf der Startgeraden und bremste die erste Kurve wie geplant hinter Fischer an. Mit kalten Reifen hatte der BMW etwas Mühe und ich musste in der ersten Runde enorm aufpassen, um den schlenkernden M3 nicht zu touchieren.. Da er auch in der Zielkurve weit nach aussen rutschte, kam ich auf der Geraden problemlos vorbei. Die Freude dauerte nicht lange, vor der Rechtskurve vor der Gegengeraden tauchte der BMW gross im rechten Rückspiegel auf und um keine Risiken einzugehen liess ich ihm auf der Innenseite genügend Platz. Er schob sich vorbei. Auf der schmutzigen Fahrbahn neben der Ideallinie musste ich kurz vom Gas und konnte bis zur Schikane nichts mehr aufholen. Da ich auch auf der Zielgeraden kaum Boden auf den nominell deutlich schwächeren BMW gutmachen konnte, war mir klar, dass ich keine Chance gegen ihn hatte, solange Fischer keinen Fehler machte oder technische Probleme bekam. Von Runde zu Runde gewann Fischer etwas mehr Vorsprung und - zufrieden mit einem zweiten Platz - versuchte ich reifenschonend aber möglichst schnell weiterzufahren. Schon überraschend bald tauchte hinter mir der endlich problemlos laufende Audi auf, den ich ohne grossen Widerstand vorbeiliess. Meine Hoffnung den dritten Platz zu retten zerschlug sich als auch ein Dreierpack mit dem Porsche GT2, dem Astra und dem erstaunlich schnellen EVO 7 von Pierre Bonhôte rasch näherkam. Angesichts der starken Vibrationen verzichtete ich auf Gegenwehr und liess sie passieren. Der vierte Rang war zwar nicht das erhoffte Resultat, aber die "Angst" vor einem Reifenschaden bei hoher Geschwindigkeit und einem Abflug ins Kiesbett hatte mich davor bewahrt grössere Risiken einzugehen.
Mit 3 von 6 gefahrenen Anlässen ergab sich der 13. Schlussrang von 36 Klassierten in der Spezial Tourenwagen Trophy.
Eine CD mit fast 20 Fotos erhalte ich nächstens.

Ob ich im nächsten Jahr weiterhin neben einigen Slaloms und den Bergrennen auch die Rundrennen der STT bestreite steht noch nicht fest.


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