Hofmaenner Racing


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STT Salzburgring

2010

Rundstreckenrennen Salzburgring


Etwas mehr als 6 Stunden reine Fahrzeit mit dem Anhänger für die 500 km zum Salzburgring waren problemlos. Der österreichische Zöllner lief zwar sofort aus dem Haus, wollte aber nur wissen, ob es ein Rallye- oder Rundstreckenauto sei.

Am Freitagmorgen gab es zuerst zwei freie Trainings. Ich wusste, dass der Salzburgring teilweise sehr schnelle Abschnitte mit wenig Sturzraum aufweist. Das Vollgasstück zwischen Nocksteinkehre und Einfahrt in die Fahrerlagerkurve beeindruckte mich dann aber schon recht stark. Mit Tacho 250 ist das Gefühl auf der nicht gerade topfebenen Strecke doch etwas mulmig. Die Motorleistung war ok, die Seitenneigung vor allem in der Nocksteinkehre zu stark, die Karrosserie touchierte hier die Reifen deutlich hörbar.

Das erste gezeitete Training für die Startaufstellung des ersten Rennens ging ich vorsichtig an, steigerte mich gegen Schluss etwas und lag mit 1.39.341 gut 7/10tel Sekunden hinter Bonhôte. Während Duscher mit dem superschnellen Audi 80 Turbo noch nicht ein satzbereit war, zeigte Fischer mit dem auch auf der Geraden überraschend schnellen BMW M3 mit 1.33.370 was möglich wäre.

Im zweiten Training verbesserte ich mich zwar auf 1.38.799, war aber immer noch 5/10tel Sekunden hinter Bonhôte. Fischer blieb bei 1.33.545 während Duscher mit nur zwei gezeiteten Runden auf 1.36.125 kam.

Das Training wurde nach 15 Minuten bereits abgebrochen, da ein bei 290 km/h explodierender hinterer Reifen das Heck des Porsche GT2 von Snel zerstörte und kleine Carbon und Metallteile über etwa 300 Meter der Strecke verteilte. Beachtlich die Leistung des Niederländers, dem es gelang den Porsche auf der Strasse zu halten.

Nach dem Start des Rennens gilt bis zur ersten Schikane Ueberholverbot, was sich in den letzten Jahren bewährt hat. Ich setzte mich sofort von Bonhôte ab und überholte auch von Wyl, der zu Beginn mit kalten Reifen jeweils eher verhalten ans Werk geht. Nachdem ich die leichten Zweiliter Rennfahrzeuge im Vollgasteil überholt hatte und genügend Vorsprung herausgeholt hatte, um in der Fahrerlagerkurve und im nachfolgenden Geschlängel vorne zu bleiben, machte mich Maier mit dem roten Golf etwas nervös. Ich war etwas zu schnell und musste die kleine Abkürzung durch das Kies wählen. In der darauffolgenden Linkskurve auf die Zielgerade (ca 120 km/h) brach der Mitsubishi plötzlich brüsk aus und ich drehte mich, glücklicherweise ohne die Leitplanken zu touchieren. In Erinnerung an den Reifenschaden des Porsche und mit Respekt vor der hohen Geschwindigkeit fuhr ich zwei eher gemütliche Runden, um sicher zu sein, dass die Reifen ok waren. Als ich Bonhôte im Rückspiegel näher kommen sah, legte ich dann wieder einen Zahn zu. Er überholte mich trotzdem eingangs der Fahrerlagerkurve. Als ich in der nächsten Runde zwar die Porsches im Rückspiegel sah, diese aber nicht näherkamen, war mir klar, dass dies die letzte Runde war. Es gelang mir am vermutlich mit Ladedruckproblemen kämpfenden Bonhôte vorbeizugehen und den dritten Rang zu erreichen. Duscher siegte in der Klasse überlegen, seine schnellste Runde war 1.30.873. Fischer mit dem BMW wurde zweiter (1.32.553), ich verbesserte meine schnellste Rundenzeit immerhin deutlich auf 1.34.692, Bonhôte fuhr 1.38.452.

Im zweiten Rennen hatte sich der Opel Astra in der Startaufstellung vor Bonhôte und mich gemogelt und ich konnte niemanden darauf aufmerksam machen. Schon in der zweiten Runde kam ich an Bonhôte und Thissen (Opel) vorbei, in der fünf ten Runde überholte ich Bunkus(Triumph) und schloss zu von Wyl (Porsche) auf. In der achten Runde überrundeten mich die beiden führenden (BMW Z4 V8 und Porsche Cup) und vor der Schikane sah ich den nächsten Porsche Cup näherkommen. Gentlemanlike machte ich schön Platz. Da er vielleicht auch nicht ganz sicher war, ob ich ihn vor der engen Schikane passieren lassen würde, bremste er relativ stark ab. Dies hatte zur Folge, dass ich nicht ohne grosses Risiko direkt hinter dem Porsche in die Schikane hineinziehen konnte, da die nächsten drei Autos Stossstange an Stossstange hinter dem Porsche folgten. Es blieb mir nichts anderes übrig, als praktisch bis zum Stillstand abzubremsen und den ganzen „Zug“ passieren zu lassen !

Der dritte Klassenrang hinter dem überlegenen Duscher (1.29.234) und Fischer (1.33.755) war das logische Resultat. Ich fuhr als schnellste Runde 1.35.572, Bonhôte erreichte 1.36.926. Die Bestzeit im Training von Jürgen Alzen (Porsche 997 Turbo) mit 1.21.493 bedeutet übrigens eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 188 km/h.

Meine schnellste Runde von 1.34.692 = 161.8 km/h mit Spitzengeschwindigkeiten (Tacho) von 240 km/h vor der Schikane und 260 km/h vor der Fahrerlagerkurve !

Am nächsten Wochenende steigt das AvD 100 Meilen-Rennen am Nürburgring (GP-Kurs) mit unter anderem Schweizer Rennwagenmeiszterschaft und Cliocup, Dutch Super Cars, DMV TCC, International GT open, European Superracekarts !, Porsche und Lotuscup.

In unserem Rennen (80 Minuten mit obligatorischem 20 Minuten Boxenstop) starten 50 Autos ! Es wird also ein Riesengetümmel…..




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